Download
free god.mp3
MP3 Audio Datei 3.4 MB

„Du glaubst doch an Gott, was gibt es denn da noch zu suchen?“. Klingt nach einer berechtigten Frage. Wenn „an jemanden glauben“ gleichbedeutend wäre mit „ihn haben“, müsste ich wohlzustimmen.

 

Das ist vergleichbar mit der „Wahrheit“. Manche behaupten „in ihr“ zu sein und behandeln diesen Begriff, als ginge es darum, sie zu besitzen: „Ich habe die Wahrheit“. Als beschriebe das Wort eine Art Haus, in das man einfach nur hineingehen müsste, um einen Besitzanteil zu erlangen. Sie benutzen diesen Anspruch dazu, andere davon zu überzeugen, einzutreten und sich vollständig dem in diesem Haus gepflegten Umgang miteinander und mit der dort festgeschriebenen Denkweise zu identifizieren. Folgte man der Behauptung, jenes Haus sei von Gott gebaut worden, hätte man ihn gefunden, und müsste im Rahmen jener Einheit sein weiteres Leben führen -  was ein weiteres Lernen natürlich nicht ausschließt.

 

Klingt nachvollziehbar und auch recht einfach. Über dem Portal dieses Hauses könnte stehen: „Hier ist das Leben. Tritt ein, sieh was wir tun, tu es ebenso, dann wirst du leben“. Du hast ein Zuhause, Geborgenheit in der Menge, und eine sinnvolle Arbeit, in der du gemeinsam mit anderen geschult wirst -  die wiederum gut auf dich aufpassen, dass du dieses Haus nicht durch eigenwillige Tendenzen wieder verlassen musst, indem du etwa Lehren bezweifelst, die „die Wahrheit“ sind. Wahrheit also als Lehre.

 

So kann ich Gott nicht sehen, obwohl es sehr verlockend erscheinen mag, den Glauben an einem Konformismus festzumachen, der das Gefühl beschert, liebevoll an- und aufgenommen und integriert worden zu sein.

 

Im Grunde bedeutet diese Art von Wahrheitsverständnis, dass man nicht nur die eingesammelten Menschen in diesem Haus einsperrt, sondern auch Gott selbst. Man holt ihn herunter in die eigene kleine Gedankenwelt und verpackt ihn in menschliche Klischees des Glaubens. Wenn man einen derart reduzierten Gott gefunden hat, und nur im vorgesteckten Rahmen suchen darf – was man kaum wirklich als Suche bezeichnen kann – besteht kaum eine Chance, in seine – Gottes - Tiefen vorzudringen. Die Tiefe des Tauchgangs ist vorgegeben und durch Verbotsschilder markiert. „Bis hierher und nicht weiter“.

 

Free God

Text, Musik u. copyright: Lothar Stövesandt

 

Free God, get him out of prison

He is much too great for your tiny mind

Let him go his way

 

Look out where he walks and follow

In his footsteps see what you will find

Free God

And free yourself

 

Free God take him off religion

There’s too much wisdom to be put in jail

And so it goes for love

More truth when we get the spirit

This blessing wind will swell your sail

 

Free God

And free yourself

Put out to sea

maybe new visions are your first step to be free 

 

Free God just to free your own mind

He’s not the one from your fairy tales

He won’t speak your mind

Free God find a new direction

And leave your old man far behind

 

Free God it’s your own decision

To turn the key from your comfort zone

And to step outside

To look for an old prevision

And shape your future in this light

 

Free God

free yourself

Don’t be that shy

Let your mind grow into space your spirit fly

 

Find out there’s no need to free him

It’s just the idol in your eyes

You have got to burn

The smoke of that burning victim

Will bear away all pious lies

 

Free yourself and pay the price

Pay the price,

To give yourself will be the only sacrifice