Suchen, zweifeln, glauben

An dieser Stelle sollte eine Einführung stehen, die erklärt, was das alles hier soll. Stand sie auch. Jetzt ist sie weg. Versehentlich gelöscht, als ich eigentlich nur das alte Bild löschen wollte.

 

Wer weiß, vielleicht gar kein so schlimmer Zufall. Bis ich neue Worte der Selbsterklärung gefunden habe, mag man sich auf den Seiten der Musikecke herumtreiben, die Lieder sprechen oftmals für sich und machen wortreiche Erklärungen überflüssig.

 

Ich bin halt gerad dabei, die gesamte Darstellung neu zu gestalten, kann aber schon mal sagen, dass es vor allem darum gehen soll, Fragen, die das Thema Glauben in mir auslöst, mitzuteilen und vielleicht zu hören/lesen, wie andere mit solchen Fragen umgehen oder umgegangen sind- so sie denn welche haben.

 

Im Grunde habe ich damit schon dargelegt, warum dieses Unterfangen "Glaubensbaustelle" heißt. Ich habe im Glauben schon vieles "erarbeitet" und sehr vieles davon wieder entsorgen müssen. Aber das klingt depressiver, als es gemeint ist, denn all dieses Bauen und Einreißen war nicht nur spannend und wachstumsfördernd, sondern hilft mir auch bei Gesprächen mit Menschen, denen Glaube ein eher fragwürdiges Thema ist.

 

Ist es für mich auch, denn "fragwürdig" im Wortsinn verstehe ich so, dass etwas wert ist, hinterfragt zu werden. Wer das auch so sieht, mag sich dazu äußern. 

 

Später und an anderer Stelle mehr.

 

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ein Weg gemacht aus Fragen.mp3
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Bild: pixabay.com

Da ich noch kein Video dazu habe - habe ich natürlich zu den meisten Songs nicht - hier der Text zum mitlesen, hinterfragen und kritisieren

Ein Weg gemacht aus Fragen

 

Hab meinen Weg gemacht aus Fragen, ahne nur, wohin er führt

 Bei diesem zielbewussten Graben hab ich immer Lust verspürt

 Weil Suchen Freude schenkt

 

 Jede Antwort die ich finde seh ich als ein weit‘res Tor

 Geh hindurch folg meinem Kinde voller Neugier off‘nes Ohr

 Ich fühle wer mich lenkt

 

 Viele können nicht verstehen, all mein Fragen ohne Sinn

 Er sei doch da, wir könn‘n ihn seh‘n, scheint, dass ich wohl ein Zweifler bin

 Der nur nichts glauben kann

 

 Doch was man in all den Jahren nach und nach aus ihm gemacht

 Schon ganz kurz nach seinem Fortgang wich das Licht der dunklen Nacht

 Sieh die Geschichte an

 

 Man hat seinen Schatz vergraben, und zwar schon vor langer Zeit

 Wollte lieber etwas hab‘n was man gleich sieht - statt Ewigkeit

 Hat die Tür dorthin vermauert und was anderes gebaut

 Etwas Schöneres das funkelt das man gerne anschaut

 

 Man sagt der Stolze will verstehen, was doch kein Mensch verstehen kann

 Viel zu hoch um was zu sehen doch ich klopfe bei ihm an

 War doch sein Angebot

 

 Und lass mich nicht von Leuten halten die vor Fragenstellern flieh‘n

 Die lieber totes Holz verwalten und vor stummen Götzen knien

 Was für ne Sicherheit

 

 Ich muss zweifeln, will ich glauben, anders komm ich nicht voran

 Fragen hinterfragen damit ich klarer sehen kann

 Glauben geht nicht ohne Zweifel, wenn auch mancher das nicht glaubt

 Weil man denkt dass der der zweifelt andern ihren Glauben raubt

 

 Und ich muss glauben wenn ich zweifle sonst verlier ich den Mut

 Ich glaube einfach dass er ist und seine Pläne sind gut

 Zum Glauben brauch ich keine Formeln selber denken tut’s auch

 Uns mit seinem Geist verbinden gern mit Kribbeln im Bauch

 

 Religion ist mir Blockade, ich hab damit nichts zu tun

 Bringt mir kein Leben und schmeckt fade, kann auch gleich im Grabe ruh‘n

 Da tut sich auch nicht mehr

 

 Seine Pforte ist klein man kann sie kaum sehn

 Sei nicht zu groß um durchzugeh‘n

 

 Ich muss zweifeln, will ich glauben, anders komm ich nicht voran

 Fragen hinterfragen damit ich klarer sehen kann

 Glauben geht nicht ohne Zweifel, wenn auch mancher das nicht glaubt

 Weil man denkt, dass der, der zweifelt andern ihren Glauben raubt

 

 Nur durch Fragen find ich Klarheit, wenn das überhaupt geht

 Doch ich such so gut ich kann fürs Forschen ists nie zu spät

 Er sagt selbst, wir soll‘n ihn suchen unser Denken korrigier‘n

 Wenn jemand sagt bleib wie du bist will er dich nur nicht verlier‘n

 

 Es ist Wachstum was ich will denn weiter oben seh ich mehr

 Und stell dann wohl am Ende fest was ich längst wusste: hier ist er